Was Kinder nicht tun sollten

Es ist nicht die Regel, aber dennoch kann es sein, dass Mama und/oder Papa für ein paar Minuten, für eine Besorgung zu machen, aus dem Haus müssen. Ober man hilft dem Nachbar für eine kurze Zeit aus. Ab einem gewissen Alter können sich die Kinder problemlos im Haus bzw. der Wohnung ohne Aufsicht aufhalten. Sie beschäftigen sich selbst und dürfen auch kurz mal alleine gelassen werden. Dennoch kann es in dieser Zeit zu Situationen kommen, mit dem das Kind noch nicht umgehen kann, weil es diese Erfahrung noch nicht machen musste.

Es klingelt an der Haus- oder Wohnungstür. Das Kind denkt, Mama kommt wieder zurück und hat vielleicht den Schlüssel zur Eingangstüre nicht mitgenommen. Im Normalfall würde das Öffnen der Türe durch die Mama übernommen. Da aber das Kind jetzt alleine zu Hause ist, kann es sein, dass es in solch einem Fall nicht richtig weiß, wie es sich nun verhalten soll, oder möglicherweise so gar mit der Situation überfordert ist. Gleichfalls ist denkbar, dass es das Verhalten der Erwachsenen kopiert und ebenfalls ohne darüber nachzudenken, ebenfalls die Türe öffnet. Kinder denken oft nicht darüber nach, was die Folgen sein könnte, wenn die Türe geöffnet wird. Daher ist es sehr sinnvoll mit den Kindern zusammen, derartige Situationen anzusprechen und vielleicht in einem Rollenspiel auch mal zu testen. Im Anschluss verschiedene Vorgehensweisen durchzusprechen.

In ersten Line ist es den Kindern zu vermitteln, dass nicht jedem die Haustüre geöffnet werden darf. Sobald die Türe von einem Kind geöffnet wird, ermöglicht man jeder Person die Wohnung oder das Haus betreten zu können. Das können die Kinder nicht verhindern. Solange also nicht bekannt ist, wer hinter der Wohnungstüre steht, dürfen Kinder sie auch nicht öffnen.

Ist es möglich, den Eingangsbereich der Haustüre von einem Fenster aus zu betrachten, so müssen die Kinder sich erst vergewissern, wer vor der Türe steht.  Manche Wohnungstüre verfügen über einen Spion um zu schauen, wer da ist. Ist das Kind noch zu klein, sollte ein Tritt bereitstehen um das ganz überschauen zu können. Ebenfalls ist es möglich über eine Türsprechanlage zu kommunizieren. Aber Achtung, auch da darf uns sollte nicht alles gesagt werden. Auf keinen Fall: meine Eltern sind nicht zu Hause und ebenfalls nicht sagen, wann sie zurückkommen. Hier einen Rat. Mein Papa ist im Keller und Repariert was, oder meine Mama ist im Badezimmer und macht sich zurecht, kann aber jetzt nicht sofort kommen. Klingeln Sie später wieder.

Wurde bei der Überprüfung festgestellt, es ist die Mama die zurückkommt, oder eine Person des Vertrauens, dann darf natürlich geöffnet werden.

Viele Kinder denken, dass es schlimm sei, wenn sich die Türe nicht öffnet, besonders dann, wenn ein Post- oder Paketbote klingelt. Die Kinder befürchten möglicherweise, dass dann die Post nicht ankommt. Es sollte den Kindern klar gemacht werden, dass die Türe auch bei der Post oder einem Paketboten nicht geöffnet werden muss. Die Antwort könnte lauten: Ich darf Fremden gegenüber, die Türe nicht öffnen, bitte legen sie das Paket vor die Haustüre, oder geben sie es der Nachbarin. Darauf ist wiederrum zu achten, dem Boten nicht bekannt zu geben, dass ich alleine zu Hause bin. Ich wiederhole mich gerne: Mein Papa ist im Keller und Repariert was, oder meine Mama ist im Badezimmer und macht sich zurecht, kann aber jetzt nicht sofort kommen. Kommt die Mama oder der Papa zurück, vereinbaren sie mit dem Kind bzw. den Kindern immer, dass sie berichten sollen, wenn jemand was abgeben wollte oder um Einlass bat.

 

Wir empfehlen Ihnen, bzw. Ihrem Kind, mit ihrer Freundin usw. ein bestimmtes Klingelzeichen auszumachen oder sie um einen kurzen Anruf zu bitten, wenn sie zu kommen beabsichtigt.

Allerdings halte ich es auch für notwendig zu verdeutlichen, dass es nicht Jeder, der unerwartet an der Türe klingelt, gut meint – ähnlich, wie Ihrem Kind sich auch auf der Straße zu Unbekannten distanziert verhalten sollte. Wählen Sie die Begründung, die Türe nicht bei jedem Klingeln zu öffnen, so, dass Ihr Kind zwar Respekt, aber keine Angst bekommt. Weitere Tipps zum Thema: Kinder und  Familie finden sie auch auf Wampel.net.

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